Schwangerschaft

Was ist eine Embryonenadoption und welche Vorteile bietet sie?

Kennen Sie den Unterschied zwischen Eltern und leiblichen, genetischen oder adoptierten Kindern? Wussten Sie, dass Tausende von Embryonen entsorgt oder auf unbestimmte Zeit gelagert werden? Lesen Sie weiter und erfahren Sie alles über die Adoption von Embryonen.

Bei der Embryoadoption wird eine Frau durch Embryotransfer schwanger. Die Mutter, die den Embryo erhält, ist zwar nicht seine genetische Mutter, aber die biologische Mutter..

Der Ursprung der Embryonen ist heterolog, das heißt, sie sind das Produkt der Vereinigung von Gameten, die nicht von den Adoptiveltern stammen. Embryonen werden von Paaren gespendet, die sich einer In-vitro-Fertilisationsbehandlung unterzogen haben. Oder sie werden aus gespendeten Spermien und Eizellen hergestellt.

Dies ist eine Option für Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen. oder mit Erbkrankheiten. Ebenso für alleinstehende Frauen mit Ovulationsstörungen oder homosexuelle Paare mit Kinderwunsch.

Vorteile und Komplikationen der Embryonenadoption

Die Adoption eines Embryos ist weniger invasiv und nimmt weniger Zeit in Anspruch als die Befruchtung in vitro. Es hat eine hohe Erfolgsquote. Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft liegt zwischen 19,1 % und 52,4 %. Die Lebendgeburtenrate liegt ihrerseits zwischen 14 % und 33 %.

Es ermöglicht Adoptiveltern, Schwangerschaft und Geburt mitzuerleben.

Abgesehen von dem Gesagten muss klargestellt werden, dass der Transfer von Embryonen, ob adoptiert oder nicht, Es handelt sich um ein Verfahren, das nicht risikofrei ist.. Es wurde unter anderem mit Bluthochdruckstörungen in der Schwangerschaft, Frühgeburten, niedrigem Geburtsgewicht oder Makrosomie in Verbindung gebracht.

Andererseits können die zu übertragenden Embryonen frisch oder eingefroren/aufgetaut (kryokonserviert) sein. Es gibt Kontroversen darüber, welche der beiden Optionen besser ist.

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Darüber hinaus gibt es wachsende Kontroversen über die von Hargreave und seinen Mitarbeitern in der Zeitschrift JAMA veröffentlichten Forschungsergebnisse (Zeitschrift der American Medical Association), was auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Transfer gefrorener Embryonen und Krebs bei Kindern schließen lässt.

Diese Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen, solange neue Studien schlüssige Informationen liefern.

Übertragene Embryonen wurden mit einigen Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt in Verbindung gebracht. Die Studien sind jedoch nicht schlüssig.

Familienerlebnis

Eine andere Perspektive, aus der man sich dem Thema nähern kann, ist die der Adoptivfamilien. Die Embryonenadoption ist eine der komplexesten Formen der gemeinschaftlichen Fortpflanzung.

Einige Autoren verwenden den Begriff Embryonenadoption, bezieht sich ausschließlich auf die Spende, bei der der Spender den Adoptierenden auswählt, den Kontakt zu ihm und manchmal auch zum gezeugten Kind aufrecht zu erhalten. Dies stünde im Gegensatz zu einer anonymen Spende, die durch Gesundheitseinrichtungen vermittelt wird.

Allgemein, Die Erfahrungen sowohl der Spender als auch der Adoptanten sind positiv. Beide Seiten fühlen sich zufrieden, wenn sie sich gemeinsam für das Wohlergehen dessen einsetzen, was ein Mensch in der Zukunft sein wird.

Es entstehen vielfältige Großfamilien, in denen Eltern und leibliche, genetische und adoptierte Kinder meist nebeneinander existieren, wodurch der Familienbegriff erweitert wird. Allerdings ist es wichtig, dass die Spender einen gewissen Abstand wahren, um den Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

 

Es empfiehlt sich, eine fachkundige psychologische Unterstützung in Anspruch zu nehmen, die es allen Beteiligten ermöglicht, den Prozess zu verstehen und zu verarbeiten.

Embryonenadoption als Lösung für die Kryokonservierung

Kryokonservierung besteht aus menschliche Zellen und Gewebe bei niedrigen Temperaturen lagern ihre gesamte biologische Aktivität zu stoppen, ohne sie zu beschädigen oder zu zerstören. Mit dieser Technik bleiben Embryonen lebensfähig und ihr Entwicklungspotenzial bleibt unverändert. Dank der Fortschritte auf diesem Gebiet können bis zu 97 % der Embryonen überleben.

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Sobald jedoch das Fortpflanzungsprojekt ihrer Eltern abgeschlossen ist, wird eine beträchtliche Anzahl von Embryonen, die aus den Prozessen übrig bleiben, ohne definierten Bestimmungsort kryokonserviert. Eine Möglichkeit hierfür ist die Spende zu Reproduktionszwecken.

Auf diese Weise wird nach Erreichen der Selbstschwangerschaft Sie können anderen dabei helfen, ihren Wunsch, Eltern zu werden, wahr werden zu lassen.. Und gleichzeitig diesem Embryo eine Chance geben.

Es gibt viele kryokonservierte Embryonen, die keinem bestimmten Zweck dienen. Eine Spende könnte eine Lösung für diese Anhäufung sein.

Eine andere Form der Mutterschaft

Die Frage der Embryonenadoption ist komplex. Die langfristigen Auswirkungen in allen Bereichen sind noch unbekannt: biologisch, emotional, psychologisch und sozial.

Es ist wichtig, sich über die aktuelle Gesetzgebung in Ihrem Land zu informieren. Lassen Sie sich ebenfalls von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal beraten.

Aber vielleicht, Das Wichtigste ist, im Einklang mit unseren Werten gründlich zu analysieren und zu reflektieren., Überzeugungen, Vorlieben, Wünsche und Erwartungen. Wir verstehen, dass wir, wenn die Entscheidung getroffen wird, sobald ein Mensch geboren ist, eine Verantwortung ihm gegenüber tragen werden, unabhängig von seiner Herkunft.

Ein adoptierter Embryo entsteht aufgrund der Entscheidung seiner Adoptiveltern. Vater zu sein bedeutet jedoch nicht, Eigentum zu erwerben, sondern eine Verpflichtung. Es geht darum, Verbindungen über die Gene hinaus aufzubauen.

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